Viele Besitzer einer Mikrowelle haben Fragen, wenn sie das erste Mal eine bestimmte Funktion an der Mikrowelle zum ersten Mal nutzen möchten. Es ist daher nicht nur wichtig zu wissen, welche Speisen man in einer Mikrowelle erwärmen kann, welches Geschirr man dafür verwenden kann o. Ä., sondern auch, wie man überhaupt Essen in einer Mikrowelle richtig aufwärmt. Dafür ist es aber auch wichtig zu verstehen, wie eigentlich eine Mikrowelle genau funktioniert. Es wird daher zuerst allgemein auf die Funktionsweise der Mikrowelle eingegangen um danach anhand dessen Empfehlungen zu geben, wie man Essen in einer Mikrowelle richtig aufwärmt.
Eine Mikrowelle besitzt als Hauptbauteil einen Magnetron. Dieser wandelt die aufgenommene elektrische Energie in Mikrowellen um. Dabei entsteht als Reaktionsprodukt thermische Energie, welche durch Gebläse durch die Lüftungsschlitze nach außen geblasen werden. Moderne Mikrowellen können dabei eine sehr hohe Effizienz vorweisen. Normalerweise werden ca. 65% der aufgenommenen elektrischen Energie in Mikrowellen und ca. 35% in thermische Energie umgewandelt. Mit dieser hohen Effizienz müssen sich Mikrowellen bei dem Erwärmen von Wasser nur Wasserkochern geschlagen geben; Mikrowellen erhitzen schneller als jeder normale Kochtopf Wasser.
Wie genau erhitzt die Mikrowelle das Essen?
Damit ein Wassermolekül entsteht, muss sich ein Sauerstoffatom an zwei Wasserstoffatome binden. Dieses Wassermolekül besitzt dann eine (von vielen) Besonderheit: einen elektrischen Dipol. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass die eine Seite des Moleküls eine andere Ladung hat, als die andere (Seite A ist positiv und Seite B ist negativ). Man spricht auch von einem polarisierten Molekül. Wenn nun der Magnetron Mikrowellen erzeugt, erzeugen diese ein elektrisches Wechselfeld. In diesem Wechselfeld muss sich das Molekül sehr oft in nur sehr kurzer Zeit (wie oft ist abhängig von der Frequenz der Mikrowellen) ausrichten. Dabei erzeugt das Molekül Reibung an benachbarten Molekülen. Durch Reibung entsteht immer auch thermische Energie. Diese thermische Energie (und nicht etwa jene, die durch die Umwandlung der elektrischen Energie in die Mikrowellen entsteht), erhitzt schließlich das Gericht, welches sich im Garraum befindet.
Damit dies passieren kann, ist also folgendes wichtig: das sich bewegende Molekül muss sich bei der Bewegung an anderen Molekülen reiben. Dies ist auch der Grund, warum Mikrowellen bei gefrorenem (also festem) und bei gasförmigem Wasser nicht so gut funktionieren. In Eis sind die Bindungen so stark, dass sich die Moleküle (wenn überhaupt) nur sehr schwach bewegen können, was auch nur eine sehr schwache Reibung hervorruft. Im Wasserdampf hingegen können sich die Moleküle zwar ungehindert frei drehen. Sie stoßen dabei allerdings nicht an andere Moleküle, weshalb keine Reibung entsteht und ohne Reibung entsteht auch keine thermische Energie.
Schnelles und unkompliziertes Erwärmen der Speisen
Mikrowellen haben mitunter eine sehr hohe Leistung. Für den Hausgebrauch zugelassene Mikrowellen haben meistens eine Leistung von 700 bis 900 Watt. Damit die Speisen richtig erwärmt werden können, spielen grundsätzlich die gleichen Faktoren eine Rolle, die auch bei dem Erwärmen von Speisen in einem konventionellen Ofen oder auf einem Herd eine Rolle spielt.
Wer sich eine Mikrowelle kauft, möchte zeitsparend und auf unkomplizierte Art und Weise sein Gericht zubereiten. Es stehen also immer eine einfache Handhabung und ein geringer Zeitaufwand im Vordergrund. Wenn man Speisen erwärmen möchte, sollte man diesen immer möglichst viel Zeit für ein schonendes Erwärmen geben. Viele Menschen kennen das Problem, dass das Essen außen zwar heiß ist, aber innen noch kühl oder gar kalt. Damit dies nicht passiert, sollte man den Leitsatz beachten: Nicht die Schnelligkeit zählt, sondern die Temperatur. Damit ein Essen wirklich als aufgewärmt gelten kann, sollte die Kerntemperatur (!) ungefähr 75°C erreichen. Da die Mikrowelle ein sehr starkes Küchengerät ist, welches beliebige wasserhaltige Lebensmittel innerhalb kürzester Zeit zum Kochen bringen kann, ist es wichtig, dem Essen Zeit zum aufwärmen zu geben. Daher sollte man am besten das Gericht bei 400 Watt, besser wäre sogar noch weniger, langsam erwärmen. Wenn man das Gericht dann noch mit einem mikrowellengeeigneten Deckel abdeckt, erreicht man innerhalb von weniger als fünf Minuten das gewünschte Ergebnis.
Das Aufwärmen von Lebensmitteln in einer Mikrowelle unterscheidet sich nicht von dem Aufwärmen in einem Ofen. Bei möglichst geringer Leistung sollte man eine Kerntemperatur von 75°C erreichen. Dadurch bleibt die Konsistenz des Gerichtes optimal und das Essen wird schonend erwärmt.
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