Mögliche Gefahren oder Schäden durch die Mikrowelle

Einige Menschen fragen sich, ob Gefahren von einer Mikrowelle ausgehen können. Sind diese “Strahlen” auch für den Menschen gefährlich? Was machen die Mikrowellen eigentlich aus dem Essen? Ist die Zubereitungsform in einer Mikrowelle eventuell schädlich für die Lebensmittel? Um Antworten auf solche Fragen zu finden, muss man die Wirkungsweise, den Mechanismus einer Mikrowelle kennen. Wie genau funktioniert eigentlich eine Mikrowelle? In dem nachfolgenden Text wird zuerst auf die Wirkungsweise von Mikrowellen eingegangen, um danach die oben genannten Fragen zu beantworten.

Der Kern einer jeden Mikrowelle ist der gleiche. In jeder Mikrowelle wandelt der Magnetron elektrische Energie in Mikrowellen um. Dabei entsteht auch thermische Energie, wobei allerdings der Wirkungsgrad von Mikrowellen sehr hoch ist. Normalerweise werden 35% der aufgenommenen elektrischen Energie in thermische Energie und 65% in Mikrowellen umgewandelt. Mit einem Wirkungsgrad von 0,65 ist es bei weitem besser, Wasser in einer Mikrowelle anstelle von einem Topf zu erwärmen. Die Mikrowelle muss sich nur dem Wasserkocher geschlagen geben, welche einen Wirkungsgrad von 70% bis 80% haben.

Das Wasser innerhalb der Speisen wird erwärmt

Die von dem Magnetron erzeugten Mikrowellen erzeugen ein elektrisches Wechselfeld. Aber wie genau kann ein elektrisches Wechselfeld das in dem Garraum befindliche Essen aufwärmen? Wenn sich ein Sauerstoffatom mit zwei Wasserstoffatomen verbindet entsteht ein Wassermolekül. Dieses Molekül besitzt (neben den vielen anderen, einzigartigen Eigenschaften die das Wasser besitzt) eine Besonderheit: einen elektrischen Dipol. Man spricht dabei auch von einem ionisierten Molekül. Ionisierte Moleküle reagieren auf elektrische Felder in der Weise, dass sie sich dem elektrischen Feld entsprechend ausrichten. Da eine Mikrowelle aber ein elektrisches Wechselfeld erzeugt, muss sich das Molekül sehr oft in einer sehr kurzen Zeit ausrichten. Durch diese Bewegung reibt es aber auch an den anderen Molekülen. Durch diese Reibung entsteht schlussendlich die thermische Energie, welche auch primär das Gericht im Garraum erhitzt.

Entstehung der Mikrowelle

Die Gefahren, die von einer Mikrowelle ausgehen können, sind vielfältiger Natur. Der US-Amerikaner Percy Spencer war maßgeblich an der Entwicklung des Mikrowellenherdes beteiligt. Eigentlich baute Spencer Magnetrons für Radaranlagen. Wirklich aufmerksam wurde er erst, als ein Schokoriegel eines Tages in seiner Hosentasche schmolz. Daraufhin entwickelte er im Jahre 1947 den ersten Mikrowellenherd. Mit einer Wasserkühlung ausgestattet, war der Herd 1,80m hoch, wog eine drittel Tonne und besaß eine Leistung von stolzen 3000 Watt. Solche Geräte konnte man natürlich nicht wirklich als ungefährlich einstufen. Aufgrund der Wirkungsweise erwärmen Mikrowellen polarisierte Moleküle, wie etwa Wasser, in sehr kurzer Zeit sehr stark. Das bedeutet aber auch, dass andere wasserhaltige Gegenstände erhitzt werden könnten. Wenn man z. B. eine menschliche Hand in eine Mikrowelle legen würde, würde diese ebenfalls anfangen zu kochen. Damit genau dies, ein extremer und gefährlicher Austritt von Mikrowellen, nicht passiert, gibt es eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen. So kann eine intakte Mikrowelle nur dann in Betrieb genommen werden, wenn die Tür auch ordnungsgemäß geschlossen ist. Sicherungen verhindern, dass die Mikrowelle trotz geöffneter Tür angeschaltet werden kann. Auch aus dem Garraum tritt bei intakter Abschirmung quasi keinerlei Strahlung aus. Damit man als Benutzer allerdings wirklich sicher geht, keiner Mikrowellenstrahlung ausgesetzt zu sein, sollte man auch immer nur Mikrowellen in Betrieb nehmen, deren Gehäuse und Tür komplett unversehrt sind. Auch im Brandfall schalten sich die meisten Geräte automatisch ab. Oberhalb des Garraumes in der Nähe der Lüftungsschlitze, gibt es einen Thermonotschalter, der die Mikrowelle bei Überschreiten einer bestimmten Temperatur automatisch ausschaltet.

Keine Schäden an Lebensmitteln bekannt

Die Mikrowellen haben natürlich auch eine Auswirkung auf die Lebensmittel. Durch die meistens sehr rasche und starke Erwärmung kann man nicht von einer schonenden Zubereitungsform sprechen. Dies obliegt allerdings im Endeffekt immer den Einstellungen, die der Benutzer an der Mikrowelle tätigt. Viele Menschen haben das Vorurteil, dass die Mikrowelle Essen zwar schnell zubereitet, dies allerdings nach der Zubereitung nicht mehr gesund ist. Dies ist in der Wirkungsweise der Mikrowelle begründet. Mikrowellen erhitzen Speisen, indem sie die Wassermoleküle hin und her schwingen lassen. Dadurch, so in der Vorstellung, sollten die Zellmembranen gesprengt werden und das Essen wäre nicht mehr sehr gesund, da die Eiweiße nicht mehr verwertbar sind und die Vitamine ausgeschaltet worden sind. Dies ist allerdings bis heute in keiner seriösen Studie belegt.

Mikrowellen basieren auf einen für den Menschen gefährlichen Prinzip. Allerdings sollte man sich nicht so viele Sorgen darum machen, ob einem etwas bei dem Betrieb der Mikrowellen passiert. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Mikrowelle sich auch nicht einschalten lässt, wenn sie kaputt ist.

Foto: Carsten Jünger  / pixelio.de


2013-08-24

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